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Der Werkstoff Glas hat in den für seine Tauglichkeit geeigneten Gebrauchsformen bereits frühzeitig eine solch überragende Bedeutung erlangt, daß sein Name zugleich Terminus für spezielle Behältnisse wurde. So wird jegliche Art von Trinkgläsern kurzum allgemein als "Glas" bezeichnet und unter Flasche wird primär stets ein entsprechendes Glasgefäß verstanden. Die Lichtdurchlässigkeit, die einfache und gründliche Reinigungs- möglichkeit, die Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse wie Säuren, sowie die Tatsache, daß es keinen Fremdgeruch oder Beigeschmack annimmt, haben das Glas zu einem seit altersher beliebten und begehrten Material für Tafelgefäße, für medizinische Behältnisse und neuerdings auch technisches Gerät - wozu Glühbirnen, Neonröhren und vieles andere zählt - gemacht. Während selbst zu Luthers Zeiten sich nur der Adel und die Kirche - noch heute bewundern wir die farbenprächtigen Glasfenster in vielen Kathedralen - verglaste Fenster leisten konnten, ist die Glas- scheibe aus unserem heutigen Leben nicht mehr fortzudenken.
Quelle: Battenberg Verlag Augsburg
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